Arbeiten am Schiff

Wie jedes Jahr fallen neben den üblichen Routinearbeiten, auf die wir hier gar nicht weiter eingehen wollen, denn darüber haben wir ja schon oft berichtet so manche Sonderarbeiten ein. Wie heißt es so schön, jedes Jahr ein neues Projekt. Manchmal kommt allerdings auch Unvorhergesehenes dazu. Wie in diesem Jahr.  Unser „Diesel-Tagestank“ liegt höher als der Motor. Von Zeit zu Zeit testet Wolfgang die Dieselzufuhr. Durch das Gefälle läuft der Diesel alleine zur Maschine. Wolfgang testet nach dem Winter und es kommt kein Diesel von alleine durch das Gefälle an der Maschine an. Das machte uns sehr stutzig.  Was ist der Grund? Wir gehen der Sache nach. Bodenbretter hoch, Dieseltanks auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bodenbretter hoch, Dieselleitungen verfolgt. Da wir durchsichtige Leitungen haben, konnten wir sehen, dass diese nicht verstopft waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gott sei Dank haben wir relativ große Inspektionsdeckel, um in die Tanks zu schauen. Allerdings hatten wir im Herbst voll getankt, so dass wir nur mühsam den Grund der Tanks sehen konnten. Wir konnten aber feststellen, dass uns die sogenannte Dieselpest, mit der einige Bootseigner zu kämpfen haben, nicht erwischt hat.

Also was ist der Grund? Weiter suchen!

Wir fingen an die Übergänge an den Leitungen auseinander zu nehmen und siehe da, hier saß der Täter. Alle Übergänge hatten sich so zugesetzt, dass wir sie teilweise mit dem Bohrer frei machen mussten. Als nächstes waren die Dieselfilter dran. Bei uns wird der Diesel durch zwei Filtersysteme geschickt, bevor er in die Maschine kommt.

Der erste Filter, ein Racorfilter-System war total verdreckt, wir mussten es austauschen. Wir bekamen das einzige Racorfilter-System auf der Insel aber sage und schreibe zu einem Preis von über Euro 200,00. Für ein Dieselfilter-System!!!  Uns blieb keine andere Wahl, wir mussten zugreifen. Was hätte man für die Euro 200,00 nicht alles kaufen können? Viele Flaschen Gin, tolle Schuhe, etc. etc.! Was soll´s!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was daran so teuer sein soll? Diesel läuft rein, durch einen Filter und wieder raus!

Neben dem neuen Racorfilter wurden auch alle Dieselleitungen erneuert sowie die beiden CAV-Filter an der Maschine. Der ganze Einsatz zog sich über viele Tage hin. Jetzt läuft der Diesel wieder von ganz allein zur Maschine.

Ein Gedanke zu „Arbeiten am Schiff

  1. Störungsfreie Dieselzufuhr – ein Genuss!!! Das weiß vermutlich nur der zu schätzen, der schon einmal nur unter Segeln und erschwerten Wetterbedingungen geankert hat…

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