Mal wieder typisch griechisch!

Wir laufen ganz im Norden von Sithonia am Festland zwischen Sithonia und der Athos Halbinsel den kleinen Hafen Pyrgadikia an.

Wolli war vor 20 Jahren einmal hier. Damals gab es nur einen kleinen Anleger, an dessen Kopf er festgemacht hatte. Im Hafenhandbuch steht, dass es in der Zwischenzeit hier einen Schwimmsteg geben soll. Also probieren wir das doch mal aus.

Die Steganlage macht auf die Entfernung einen ziemlich neuen Eindruck. Wir legen mit Anahita längseits an, anders ist es hier nicht möglich. Als wir ein paar Schritte gehen, müssen wir feststellen, dass die einzelnen Stegteile nicht mehr mit einander verbunden waren. Die Drahtverbindungen sind auseinandergerissen.

Verbindungsdraehte-gerissen

Ganz besonders hübsch ist die Verbindung von unserem Steg zum nächsten. Hier wurde eine abenteuerliche Strickbrücke installiert.

Strickbruecke

 Hierüber soll man allen Ernstes balancieren

Wolli-entert-diei-Bruecke

Wolli beim Drahtseilakt

Nur gut, dass wir uns von unserem alten Gangway-Brett noch nicht getrennt haben. Um größere Verletzungen unserer Crew zu vermeiden, haben wir dann unser Gangwaybrett über diese abenteurliche Konstruktion gelegt.

Gangway-Brett

Auch die Verbindung zum Hauptsteg war nicht mehr fest verbunden. Hier konnte man aber wenigstens mit einem großen Schritt die Brücke passieren.

Verbindung-zum-Hauptsteg

 An einer anderen Stelle sah der Steg dann so aus:

Uebergang-zu-weiterem-Steg

 Die Brücke war im Wasser versunken

Bruecke-im-Wasser

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass diese Schwimmsteganlage zwischen 2007 und 2013 erstellt und natürlich mit EU-Geldern finanziert wurde.

EU_Schild1

Einmal mit rund 5 Millionen Euro, das reichte aber wohl noch nicht, ein zweites Schild zeigt stolz

EU_Schild2

dass hier weitere knappe 4 Millionen investiert wurden.

Nun muss man auch dazu sagen, dass solche Schwimmstege in diesem Revier total unsinnig sind, denn im Winter herrschen hier starke Südstürme und denen halten solche Schwimmstege einfach nicht stand. Und wenn sie dann zerborsten sind, kümmert sich kein Mensch um die Reparturen oder Wartungen. Also total unsinng investiertes Geld von der EU.

Korrektur: Sabine, eine Deutsche, verheiratet mit dem Tavernenwirt George auf Agathonisi hat uns eines Besseren belehrt. Die Investionen waren u.a. auch für eine Kläranlagen. Ja, solche Missverständnisse können passieren, wenn man des Griechischen nicht mächtig ist!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Mal wieder typisch griechisch!

  1. Na, ihr Lieben, so eine ähnliche Situation hatten wir doch schon einmal – in Nea Marmara. Gut, dass ihr nicht viel Wind hattet, sonst wärt ihr vielleicht wieder mit dem Schwimmsteg im Schlepptau im Hafenbecken unterwegs gewesen.

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