Hilfe, der Anker kommt nicht mehr hoch

An der Westseite der Halbinsel Sithonia, dem Mittelfinger der Chalkidiki-Halbinsel laufen wir den Ort Nea Marmara an. Hier befindet sich ein Schwimmsteg, teilweise in einem etwas maroden Zustand aber irgendwie konnten wir in der Vergangenheit hier immer anlegen.In den letzten Jahren war der Steg immer sehr gut belegt und wie mussten uns oft auf die Ecke quetschen. Als wir in den Hafen einfuhren, wunderten wir uns schon, dass der Steg relativ leer war.

Wie fahren unser ganz normales Ankermanöver, vorwärts über den Anker fahrend, machen unseren  „Drehermann“, an Land nimmt uns jemand die Leinen an. Wir wundern uns, dass wir etwas schräg liegen. Wolfgang zieht am Anker und zieht und zieht. Irgendwie gefällt ihm das alles nicht so richtig und meint, wir legen den Anker noch einmal neu. Gesagt, getan, Heckleinen wieder losgeworfen und Anker aufgeholt. Plötzlich lässt sich der Anker nicht mehr hochholen, es rappelt ganz fürchterlich, irgendetwas hängt an unserem Anker. Von oben konnten wir nichts sehen. Jetzt muss jemand ins Wasser und schauen. Da Wolfgang, wenn er Salzwasser in die Ohren bekommt, danach meistens eine ziemlich unangenehme Ohrenentzündung bekommt, geht natürlich der 1.Offizier ins Wasser. Da ich aber nicht runter tauchen kann, kann ich nur von oben schauen und Instruktionen geben, wie wir den Anker freifahren können.

Nea-Marmara-Babs

Der Anker hatte sich in einer etwa Unterarm dicken Ketter verfangen. Nun versuchen wir durch entsprechendes Vorwärts- bzw. Rückwärtsfahren ihn frei zu bekommen. Nach mehrern Versuchen mussten wir aufgeben. . Keine Chance. Wir konnten den Anker mit der fremden Kette etwa bis acht Meter unter die Wasseroberfläche hoch heben, dann war Schluss. Crewmitglied Peter, ein Hobby-Taucher, sprang dann auch mit ins Wasser. Nach mehrern Versuchen schaffte er es dann in acht Meter Tiefe die Kette mit einer Leine zu unterfangen.  Nun mussten wir nur noch unseren Anker fieren und wir waren endlich frei. Nach diesem Erlebnis brachte Wolfgang eine sogenannte „Sorgleine“ am Anker an, falls uns so etwas in diesem Hafen ein zweites Mal passieren sollte. Mit dieser Leine kann man den Anker dann so kippen, dass man sich von dem Hindernis befreien kann.  Wir hätten nicht gedacht, dass wir von dieser Sorgleine schon bald wieder Gebrauch machen müssen. Man darf gespannt sein!

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